(17) Firmenwerte

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Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Nettobuchwerte der Firmenwerte nach Segmenten:

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in TEUR

Österreich

Bulgarien

Kroatien

Weitere Märkte

Gesamt

Die Vergleichsperiode 2013 wurde gem. IAS 8 angepasst (siehe Anhangangabe (1)).

Stand zum 1. Jänner 2013

416.101

642.691

94.450

136.260

1.289.501

Erwerbe

292.110

0

1.139

0

293.249

Wertminderung

0

−59.400

0

0

−59.400

Währungsumrechnung

0

0

−844

0

−844

Stand zum 31. Dezember 2013

708.211

583.291

94.744

136.260

1.522.506

Erwerbe

0

0

135

12.952

13.088

Wertminderung

0

−340.600

0

−5.100

−345.700

Währungsumrechnung

0

0

−406

−7

−413

Stand zum 31. Dezember 2014

708.211

242.691

94.473

144.106

1.189.481

Hinsichtlich etwaiger Änderungen im Konsolidierungskreis (Erwerbe) wird auf Anhangangabe (2) verwiesen.

Die kumulierten Wertminderungen der Firmenwerte betrugen:

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in TEUR zum 31. Dezember

2014

2013

Die Vergleichsperiode 2013 wurde gem. IAS 8 angepasst (siehe Anhangangabe (1)).

Segment Österreich

1.071

1.071

Segment Weißrussland

568.985

568.985

Segment Bulgarien

340.600

59.400

Segment Weitere Märkte

5.100

0

Kumulierte Wertminderungen

915.756

629.456

Aufgrund der Fehlerfeststellungen der OePR im Hinblick auf die Werthaltigkeitsprüfung zum 31. Dezember 2013 (siehe Anhangangabe (1)) erfolgte für die zum 31. Dezember 2014 durchgeführte Werthaltigkeitsprüfung eine wesentliche Überarbeitung der Bewertungsmethode. Der der Ermittlung des Nutzungswerts zugrundeliegende Detailplanungszeitraum umfasst vier Jahre. Für die Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes werden Peer-Group-Betafaktoren und Peer-Group-Leverage-Faktoren verwendet, und es wird keine Konvergenz hinsichtlich der Länderrisikoprämien geschätzt, sondern auf die aktuellen Verhältnisse abgestützt. Aufgrund dieser Änderungen kommt nunmehr für alle Planperioden ein einheitlicher Kapitalisierungszinssatz zur Anwendung.

2014 und 2013 wurde eine Wertminderung des Firmenwerts der Mobiltel in Höhe von 340.600 TEUR und 59.400 TEUR in der Gewinn-und-Verlustrechnung unter Wertminderung und Wertaufholung erfasst, da der Buchwert (inklusive Firmenwert) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Bulgarien deren jeweiligen Nutzungswert überstieg. Betreffend die Berichtigung der Vorjahreswerte siehe „Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern“ in Anhangangabe (1).

Die veränderten mittelfristigen makroökonomischen Erwartungen und die schwache operative Performance der Mobiltel im Jahr 2014 führten zu einer abweichenden Einschätzung der Entwicklung der bulgarischen Tochtergesellschaft Mobiltel. Die bisherige Erwartung des Managements, dass sich die Region mittelfristig erholen wird, ist somit nicht länger haltbar. Die Veränderung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, „WACC“) für das Segment Bulgarien und die veränderten Erwartungen der Entwicklung der bulgarischen Tochtergesellschaft Mobiltel erforderten die Durchführung einer Werthaltigkeitsprüfung im Juni 2014. Das Ergebnis zeigte eine Reduktion des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Bulgarien und führte zu einer entsprechenden Wertminderung.

Bis Juni 2014 stieg der WACC, der zur Berechnung der künftigen Nettozahlungsströme angewendet wird, um mehr als 20% im Vergleich zur letzten Werthaltigkeitsprüfung im 4. Quartal 2013. Dies resultierte aus dem Anstieg des Beta-Faktors (Maß für die Korrelation der Aktienperformance im Vergleich zum Gesamtmarkt) der Telekom Austria Group und einer Erhöhung des geschätzten Länderrisikoaufschlags für Bulgarien. Die Ratingagentur Standard & Poor's reduzierte aufgrund der Risiken in Bezug auf die Wachstums-, Deflations- und Budgetentwicklung am 13. Juni 2014 die Einstufung der Bonität Bulgariens von BBB auf BBB- und nochmals am 12. Dezember 2014 von BBB- auf BB+.

Der WACC (vor Steuern), der zur Berechnung des Nutzungswerts für das Segment Bulgarien herangezogen wurde, sank aufgrund des Rückgangs des risikofreien Zinssatzes sowie des Inflation-Spreads von 12,6%–9,1% im Juni 2014 auf 10,9% im Dezember 2014, dem Zeitpunkt der letzten Werthaltigkeitsprüfung. Der starke Rückgang der externen Faktoren in nur sechs Monaten ist der Auslöser für die Erhöhung des Nutzungswerts um rund 84.700 TEUR und zeigt die derzeitige Volatilität der WACC-Parameter.

Im Segment Weitere Märkte wurde im 4. Quartal 2014 aufgrund der Veränderung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, „WACC“) für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Vip operator in Mazedonien eine Wertminderung des Firmenwerts in Höhe von 5.100 TEUR in der Gewinn-und-Verlustrechnung unter Wertminderung und Wertaufholung erfasst.

Der kroatische Markt ist stark von regulatorischen Maßnahmen und makroökonomischen Problemen beeinflusst, die in den Ergebniserwartungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kroatien ihren Niederschlag fanden. Eine mögliche nachteilige Entwicklung externer Faktoren würde dazu führen, dass der Buchwert von Vipnet dessen erzielbaren Betrag übersteigt. Zum 31. Dezember 2014 übersteigt der Nutzungswert von Vipnet dessen Buchwert um nur rund 2.000 TEUR.

Für Zwecke der Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung wird der Firmenwert den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die aus dem Unternehmenszusammenschluss einen Nutzen ziehen, zugeordnet.

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in TEUR zum 31. Dezember

2014

2013

Die Vergleichsperiode 2013 wurde gem. IAS 8 angepasst (siehe Anhangangabe (1)).

A1 Telekom Austria – Segment Österreich

708.211

708.211

 

 

 

Mobiltel – Segment Bulgarien

242.691

583.291

 

 

 

Vipnet – Segment Kroatien

94.473

94.744

 

 

 

Si.mobil

136.260

136.260

Vip operator

7.846

0

Weitere Märkte gesamt

144.106

136.260

 

 

 

Firmenwerte gesamt

1.189.481

1.522.506

Zur Berechnung der Nutzungswerte wurden folgende Parameter verwendet:

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Wachstumsraten
der ewigen Rente

Abzinsungssatz
vor Steuern*

 

2014

2013

2014

2013

*

Basierend auf einem risikolosen Fremdkapitalzinssatz, adaptiert um markt-, länder- und branchenspezifische Risiken. Aufgrund der Änderungen im Zusammenhang mit der OePR-Fehlerfeststellung kommt nunmehr für alle Planperioden ein einheitlicher Kapitalisierungszinssatz zur Anwendung.

Segment Österreich

0,5%

0,0%

7,5%

8,3%

Segment Bulgarien

1,5%

0,0%

10,9%

8,5% – 10,7%

Segment Kroatien

1,0%

0,0%

10,3%

9,3% – 12,2%

Segment Weißrussland

1,5%

0,0%

33,1%

21,4% – 37,0%

Segment Weitere Märkte

0,5% – 1,5%

0,0%

10,5% – 15,6%

5,7% – 13,7%

Die ermittelten Nutzungswerte sind in folgender Tabelle zusammengefasst:

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in TEUR zum 31. Dezember

2014

2013

Segment Österreich

3.978.016

4.339.900

Segment Bulgarien

775.860

1.171.841

Segment Kroatien

180.843

748.300

Segment Weißrussland

671.640

652.219

Segment Weitere Märkte

785.184

1.227.601

Die ermittelten Nutzungswerte wurden anschließend mit den Buchwerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (einschließlich Firmenwerten) verglichen. Wertminderungen werden erfasst, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit über dem ermittelten Nutzungswert liegt.

Sensitivitätsanalyse

Die Verwendung folgender Abzinsungssätze vor Steuern würde dazu führen, dass der Buchwert zum 31. Dezember 2014 und 2013 dem Nutzwert gleicht:

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Abzinsungssatz vor Steuern*

2014

2013

*

Basierend auf einem risikolosen Fremdkapitalzinssatz, adaptiert um markt-, länder- und branchenspezifische Risiken.

Im Segment Österreich wurde die Sensitivitätsanalyse nur unter Berücksichtigung der A1 Telekom Austria durchgeführt.

Segment Österreich

10,8%

12,9%

Segment Bulgarien

11,6%

9,3%−10,2%

Segment Kroatien

10,4%

21,1%–23,3%

Segment Weißrussland

45,2%

30,9%–42,5%

Segment Weitere Märkte

12,2%−25,1%

14,3%–22,2%

Die folgende Tabelle führt in Bezug auf die wesentlichen Märkte die Veränderungen der Umsatzentwicklung, der Kostentreiber sowie der Anlagenzugänge an, die dazu führen würden, dass der Buchwert zum 31. Dezember 2014 und 2013 dem Nutzwert gleicht:

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2014

Umsatz

Kosten

Anlagenzugänge

Im Segment Österreich wurde die Sensitivitätsanalyse nur unter Berücksichtigung der A1 Telekom Austria durchgeführt.

Segment Österreich

−4,8%

6,8%

25,4%

Segment Bulgarien

−1,3%

1,9%

8,3%

Segment Kroatien

0,0%

0,1%

0,4%

Segment Weißrussland

−7,5%

12,8%

57,8%

 

 

 

 

2013

 

 

 

Segment Österreich

−5,9%

8,3%

36,8%

Segment Bulgarien

−2,5%

4,3%

16,7%

Segment Kroatien

−10,8%

15,5%

89,0%

Segment Weißrussland

−6,1%

9,5%

44,7%

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