(18) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

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Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in der Tabelle „Entwicklung sonstige immaterielle Vermögenswerte“ dargestellt.

Zum 31. Dezember 2014 und 2013 sind in der Position Software selbst erstellte Software mit einem Buchwert von 24.575 TEUR bzw. 32.910 TEUR, Anschaffungskosten von 136.803 TEUR und 144.683 TEUR sowie kumulierte Abschreibungen von 112.228 TEUR bzw. 111.773 TEUR enthalten. Die Zugänge beliefen sich 2014 und 2013 auf 1.890 TEUR bzw. 5.488 TEUR.

2014 und 2013 erfolgten Umbuchungen von Anzahlungen/Anlagen in Bau auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

2014 und 2013 wurden Zinsen in Höhe von 8.799 TEUR bzw. 84 TEUR als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Zur Berechnung der aktivierten Zinsen wurde für die Jahre 2014 und 2013 ein Zinssatz von 3,125% und 4,3% angewendet. Die aktivierten Zinsen des Jahres 2014 betreffen aktivierte Zinsen für die 2013 in Österreich erworbenen Lizenzen.

Zum 31. Dezember 2014 und 2013 betrugen die Kaufverpflichtungen für immaterielle Vermögenswerte 15.163 TEUR und 16.708 TEUR.

Lizenzen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Für die wesentlichen Lizenzvereinbarungen werden die Laufzeiten und Gesamtkosten in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

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GSM-Lizenzen

UMTS-Lizenzen

LTE-Lizenzen

Lizenzkosten

1.312.248

303.661

567.423

Laufzeitende

2015–2034

2015–2027

2015–2033

Die Telekom Austria Group besitzt Mobilfunklizenzen, die von den Telekommunikationsbehörden in Österreich, Kroatien, Slowenien, Serbien, Bulgarien, Weißrussland und Mazedonien gewährt wurden.

Am 3. April 2014 hat die bulgarische Tochtergesellschaft Mobiltel ihr bestehendes Lizenzportfolio von 2x11,2 MHz im 900-MHz- und 2x10 MHz im 1.800-MHz-Spektrum für 30.596 TEUR verlängert. Die bisherige Spektrumausstattung bleibt damit unverändert. Die Frequenzblöcke sind für zehn Jahre bis zum 8. Juni 2024 gültig. Die Konditionen für die Verlängerung wurden von der Communications Regulation Commission (CRC) festgesetzt.

Am 28. April 2014 hat Si.mobil 2x90 MHz FDD-Spektrum sowie 1x45 MHz TDD-Spektrum für einen Kaufpreis von 63.874 TEUR bei der kombinatorischen „Clockauktion“ in Slowenien erworben, was ca. 48% des gesamten versteigerten Spektrums entspricht. Die Lizenz für das neue 800-MHz-Spektrum sowie das 2600-MHz-Spektrum läuft von Mitte 2014 bis Mitte 2029. Die Lizenz für das 2100-MHz-TDD-Spektrum, ebenfalls ab Mitte 2014 gültig, endet im September 2021. Die Lizenz für das 900-MHz- und das 1800-MHz-Spektrum ist von Jänner 2016 bis Jänner 2031 gültig. Si.mobil muss innerhalb der nächsten drei Jahre eine 95%ige Bevölkerungsabdeckung mit LTE-Technologie erreichen, um sowohl regulatorische Vorgaben als auch die Zielsetzung der Europäischen Digitalen Agenda in Bezug auf die Abdeckung sogenannter „weißer Flecken“ auf der Landkarte zu erfüllen.

Am 21. Oktober 2013 hat A1 Telekom Austria vier Blöcke im 800-MHz-Band, drei Blöcke im 900-MHz-Band und sieben Blöcke im 1.800-MHz-Band bei der Spektrumauktion in Österreich ersteigert. Die Kosten in Höhe von 1.029.896 TEUR wurden mit Bescheid vom 19. November 2013 festgestellt und waren zum 31. Dezember 2013 unter Anzahlungen/Anlagen in Bau ausgewiesen.

Die Lizenz im 800-MHz-Band wird seit 1. Jänner 2014 genutzt, läuft bis 31. Dezember 2029 und wurde von Anzahlungen/Anlagen in Bau zu Lizenzen umgegliedert. Das 800-MHz-Spektrum verschafft eine hervorragende Ausgangslage zur Errichtung des führenden LTE-Netzes in Österreich. Damit unterstützt das erworbene Spektrum den strategischen Fokus der Telekom Austria Group auf das hochwertige Kundensegment und auf die Qualitätsführerschaft und ermöglicht daher die Absicherung der Festnetz- und Mobilfunkkundenbasis, vor allem in ländlichen Gebieten.

Die Blöcke im 900-MHz- und im 1.800-MHz-Band wurden einheitlich für alle Anbieter bis 31. Dezember 2034 gewährt. Die im 900-MHz-Band erworbenen Blöcke dienen der Absicherung der bestehenden GSM-Kundenbasis. Demgegenüber werden die Frequenzblöcke des 1.800-MHz-Bandes langfristig zur Bereitstellung zusätzlicher Netzkapazität genutzt, um den Kunden die Nutzung moderner Multimedia-Services in höchster Qualität anbieten zu können. Der Start der Lizenzlaufzeit ist einerseits von den bescheidmäßigen Auflagen und den derzeit laufenden Frequenzzuteilungen sowie andererseits von der technischen Umsetzung der beabsichtigten Nutzung abhängig, die einer jährlichen Evaluierung unterliegt. Der bescheidmäßige Nutzungsbeginn für das 900-MHz-Band wurde mit 1. Jänner 2016 sowie jener für das 1.800-MHz-Band zwischen 1. Jänner 2016 und 1. Jänner 2020 festgesetzt.

Im Oktober 2013 hat Vipnet in Kroatien einen 2x5-MHz-Frequenzblock für insgesamt 23.110 TEUR erworben. Die Lizenz ist bis zum 18. Oktober 2024 gültig. Vipnet muss innerhalb von fünf Jahren nach Zustimmung zur Verwendung durch die nationale Regulierungsbehörde einen Versorgungsgrad von 50% der Fläche Kroatiens erreichen.

Am 10. Juli 2013 hat Vip operator in Mazedonien einen 10-MHz-gepaarten Frequenzblock (insgesamt 20-MHz) des 800-MHz-Frequenzspektrums und einen 15-MHz-gepaarten Frequenzblock (insgesamt 30-MHz) des 1.800-MHz-Frequenzspektrums für insgesamt 10.300 TEUR erworben. Die Frequenzblöcke haben eine Laufzeit von 20 Jahren. Vip operator muss innerhalb von sechs Jahren nach der Vergabe einen Versorgungsgrad von 70% der Bevölkerung Mazedoniens erreichen. Der Erwerb der Frequenzblöcke des 800-MHz-Frequenzspektrums ermöglicht LTE-Dienste.

2013 hat Si.mobil in Slowenien Frequenzen im 900-MHz-Band für 3.519 TEUR verlängert und 2x10-MHz im 1800-MHz-Band um 886 TEUR erworben. Die Lizenzen sind bis 2016 gültig.

2013 wurde die Nutzungsdauer einzelner Software im Segment Österreich verkürzt, was zu einem Anstieg der Abschreibungen in Höhe von 721 TEUR führte.

Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer für die folgenden Perioden:

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2015

291.730

2016

238.400

2017

182.671

2018

145.801

2019

121.880

Danach

1.054.957

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Nettobuchwerte der Markennamen nach Segmenten:

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in TEUR

Österreich

Bulgarien

Kroatien

Weiß­russland

Weitere Märkte

Gesamt

Stand zum 1. Jänner 2013

145.897

245.706

28.996

97.422

4.305

522.327

Erwerbe

22.950

0

0

0

0

22.950

Abschreibung

−3.333

−1.394

−1.026

0

0

−5.753

Währungsumrechnung

0

0

−256

0

−19

−275

Anpassung Hochinflation

0

0

0

967

0

967

Stand zum 31. Dezember 2013

165.514

244.312

27.714

98.389

4.286

540.215

Erwerbe

0

0

0

0

772

772

Abgänge

0

0

0

0

−1.158

−1.158

Abschreibung

−6.667

−608

−1.019

0

−107

−8.401

Währungsumrechnung

0

−0

−111

0

20

−91

Anpassung Hochinflation

0

0

0

5.603

0

5.603

Stand zum 31. Dezember 2014

158.847

243.704

26.584

103.992

3.813

536.941

Betreffend die Erwerbe und Abgänge der Markennamen siehe Anhangangabe (2).

Markennamen, die als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer klassifiziert werden, werden im 4. Quartal jedes Geschäftsjahres den Werthaltigkeitstests gemäß IAS 36, wie unter Anhangangabe (1) beschrieben, unterzogen. Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird die Werthaltigkeit auch anlassbezogen geprüft. Da Markennamen keine Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten sind, werden sie zur Berechnung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. In einem zweiten Schritt ist gemäß IAS 36.107 zu untersuchen, ob gegebenenfalls ein Wertminderungsaufwand auf Basis der gesamten zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu erfassen ist.

Da beabsichtigt wird, den 2014 erworbenen Markennamen „blizoo“ im Segment Weitere Märkte (Anhangangabe (2)) nicht weiterzuführen, wird dieser planmäßig auf drei Jahre abgeschrieben. Der 2013 erworbene Markenname „ONE“ im Segment Österreich wurde planmäßig auf 1,5 Jahre abgeschrieben. Weiters werden die Markennamen der 2011 erworbenen Unternehmen in den Segmenten Bulgarien und Kroatien nur über einen begrenzten Zeitraum weitergeführt und somit planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer in Kroatien beträgt fünf Jahre. Die Nutzungsdauer in Bulgarien wurde 2012 von sechs auf 3,4 Jahre reduziert.

Die Markennamen wurden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

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in TEUR zum 31. Dezember

2014

2013

A1 Telekom Austria

144.910

144.910

Cable Runner

491

491

Paybox Bank

496

496

YESSS!

12.950

12.950

ONE

0

6.667

Österreich gesamt

158.847

165.514

 

 

 

Mobiltel

243.704

243.704

Megalan

0

249

Spectrum Net

0

194

Orbitel

0

165

Bulgarien gesamt

243.704

244.312

 

 

 

Vipnet

24.976

25.079

B.net

1.608

2.635

Kroatien gesamt

26.584

27.714

 

 

 

velcom

103.992

98.389

Weißrussland gesamt

103.992

98.389

 

 

 

mobilkom liechtenstein

0

1.138

Si.mobil

3.148

3.148

blizoo

665

0

Weitere Märkte gesamt

3.813

4.286

 

 

 

Markennamen gesamt

536.941

540.215

Davon mit unbestimmeter Nutzungsdauer

534.668

530.306

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