(27) Personalrückstellungen

||
 Download XLS (22 kB)

in TEUR zum 31. Dezember

2014

2013

Jubiläumsgelder

71.893

64.373

Abfertigungen

121.588

92.934

Pensionen

6.812

6.138

Sonstige

622

887

Langfristige Personalrückstellungen

200.916

164.332

Versicherungsmathematische Annahmen

Die folgende Tabelle zeigt die bei der Bewertung von Verpflichtungen aus Jubiläumsgeldzuwendungen, Abfertigungen und Pensionen verwendeten wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen:

 Download XLS (22 kB)

 

2014

2013

*

Gestaffelt nach vollendeten Dienstjahren.

Abzinsungsfaktor

2,0%

3,5%

Gehaltssteigerungen – Beamte

5,5%

5,5%

Gehaltssteigerungen – Angestellte

3,1%

3,1%

Gehaltssteigerungen – dienstfrei gestellte Beamte

4,5%

5,0%

Pensionssteigerungen

1,6%

1,6%

Fluktuationsrate*

0,0%−2,01%

0,0%−2,14%

Die Festlegung des Abzinsungsfaktors erfolgt wie im Vorjahr auf Basis des Mercer Yield Curve Approach unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Fristigkeit.

Hinsichtlich der Lebenserwartung werden in Österreich die „AVÖ 2008-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler“ herangezogen. Für die Ermittlung der Verpflichtungen im Ausland wurden aufgrund des geringen Anteils dieselben Rechnungsgrundlagen herangezogen.

Jubiläumsgelder

Beamte und bestimmte Angestellte (im Folgenden „MitarbeiterInnen“) haben einen Anspruch auf Jubiläumsgelder. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen erhalten die Berechtigten nach 25 Dienstjahren zwei Monatsgehälter und nach 40 Dienstjahren vier Monatsgehälter. MitarbeiterInnen, die zum Zeitpunkt des Pensionsantritts mindestens 35 Dienstjahre aufweisen und in den Ruhestand übertreten (65. Lebensjahr) oder aufgrund einer ganz bestimmten gesetzlichen Regelung in den Ruhestand versetzt werden, gebührt ebenfalls die Jubiläumszuwendung in Höhe von vier Monatsbezügen. Die Rückstellung wird über die Dienstzeit unter Anwendung eines Fluktuationsabschlags für MitarbeiterInnen, die vorzeitig aus dem Dienstverhältnis ausscheiden, gebildet.

Die folgende Tabelle zeigt die Bestandteile und die Entwicklung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder:

 Download XLS (23 kB)

in TEUR

2014

2013

Stand zum 1. Jänner

70.652

71.825

Dienstzeitaufwand

2.328

2.731

Zinsaufwand

2.379

2.444

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen

635

−1.159

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Veränderungen demografischer Annahmen

−5

93

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Veränderungen finanzieller Annahmen

7.444

0

In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst

12.780

4.109

Zahlungen

−5.940

−5.280

Währungsumrechnung

−1

−2

Sonstige

−5.941

−5.282

Rückstellung zum 31. Dezember

77.491

70.652

Abzüglich kurzfristige Rückstellung

−5.598

−6.280

Langfristige Rückstellung

71.893

64.373

Zum 31. Dezember 2014 und 2013 betrifft weniger als 1% der langfristigen Jubiläumsgeldrückstellung die ausländischen Tochtergesellschaften.

Zum 31. Dezember 2014 und 2013 betrug die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Jubiläumsgeldrückstellung 7,3 und 7,1 Jahre.

Abfertigungen

MitarbeiterInnen, deren Dienstverhältnis in Österreich am oder nach dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, unterliegen einem beitragsorientierten Versorgungsplan. In diesem Zusammenhang hat die Telekom Austria Group in den Jahren 2014 und 2013 1.917 TEUR bzw. 1.776 TEUR (1,53% des Gehalts bzw. Lohns) in den beitragsorientierten Versorgungsplan (BAWAG Allianz Mitarbeitervorsorgekasse AG) eingezahlt.

Verpflichtungen aus Abfertigungen für MitarbeiterInnen in Österreich, deren Dienstverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, werden durch leistungsorientierte Pläne abgedeckt. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses durch die Telekom Austria Group oder bei Pensionsantritt erhalten berechtigte MitarbeiterInnen eine Abfertigung, die – abhängig von ihrer Dienstzeit – ein Mehrfaches ihres monatlichen Grundgehalts zuzüglich variabler Komponenten wie Überstunden oder Prämien, maximal aber zwölf Monatsgehälter beträgt. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses werden maximal drei Monatsgehälter sofort, darüber hinausgehende Beträge über einen Zeitraum von höchstens zehn Monaten verteilt ausgezahlt. Im Falle des Todes haben die Erben der berechtigten MitarbeiterInnen Anspruch auf 50% der Abfertigung.

Die folgende Tabelle zeigt die Bestandteile und die Entwicklung der Abfertigungsrückstellungen:

 Download XLS (23 kB)

in TEUR

2014

2013

Stand zum 1. Jänner

94.170

90.740

Dienstzeitaufwand

4.864

5.230

Zinsaufwand

3.240

3.138

In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst

8.104

8.368

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen

129

−533

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Veränderungen demografischer Annahmen

−1.807

−1.263

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Veränderungen finanzieller Annahmen

26.688

415

Im Sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst

25.011

−1.381

Zahlungen

−4.175

−3.561

Änderungen des Konsolidierungskreises

0

7

Währungsumrechnung

−18

−3

Sonstige

−4.193

−3.557

Rückstellung zum 31. Dezember

123.091

94.170

Abzüglich kurzfristige Rückstellung

−1.503

−1.236

Langfristige Rückstellung

121.588

92.934

Zum 31. Dezember 2014 und 2013 betreffen rund 3% der langfristigen Abfertigungsrückstellungen ausländische Tochtergesellschaften.

Zum 31. Dezember 2014 und 2013 betrug die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Abfertigungsrückstellungen 16,7 und 16,3 Jahre.

Pensionen

Beitragsorientierte Versorgungssysteme

In Österreich werden Pensionsleistungen für Angestellte grundsätzlich durch die Sozialversicherungsträger und für Beamte durch den Staat erbracht. Die Telekom Austria Group ist verpflichtet, Beiträge für Pensionen und Gesundheitsvorsorge für aktive und in Ruhestand befindliche Beamte sowie für deren Hinterbliebene zu leisten. Für aktive Beamte betrugen diese Beiträge 2014 und 2013 maximal 28,3%, abhängig vom Alter der Beamten. 15,75% werden von der Telekom Austria Group, der Rest wird von den Beamten getragen. Nach Abzug der Arbeitnehmerbeiträge betrugen die Beiträge der Telekom Austria Group an den Staat 42.281 TEUR und 43.221 TEUR für die Jahre 2014 und 2013.

Zusätzlich bietet die Telekom Austria Group den Angestellten einiger österreichischer Tochtergesellschaften einen beitragsorientierten Versorgungsplan an. Die Beiträge der Telekom Austria Group berechnen sich als Prozentsatz des Entgelts und dürfen 5% nicht übersteigen. Die Aufwendungen dieses Plans beliefen sich in den Jahren 2014 und 2013 auf 13.283 TEUR und 12.911 TEUR.

Leistungsorientiertes Versorgungssystem

Für bestimmte ehemalige MitarbeiterInnen in Österreich leistet die Telekom Austria Group Zahlungen nach einem leistungsorientierten Pensionsplan. Alle begünstigten MitarbeiterInnen sind bereits in Pension und waren schon vor dem 1. Jänner 1975 angestellt. Der Plan, der über keine Kapitaldeckung verfügt, sieht Pensionen vor, die einen von den Beschäftigungsjahren abhängigen Prozentsatz des Gehalts betragen. Die Pensionen belaufen sich auf höchstens 80% des Gehalts vor der Pensionierung, einschließlich der staatlichen Altersversorgung.

Sonstige

Die sonstigen Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen ein Bonusprogramm für Mitarbeiter in Schlüsselpositionen in Bulgarien.

Die folgende Tabelle zeigt die Bestandteile und die Entwicklung der Pensionsrückstellungen:

 Download XLS (23 kB)

in TEUR

2014

2013

Stand zum 1. Jänner

6.836

7.296

Zinsaufwand

227

242

In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst

227

242

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen

205

15

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Veränderungen finanzieller Annahmen

909

0

Im Sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst

1.114

15

Zahlungen

−683

−717

Rückstellung zum 31. Dezember

7.494

6.836

Abzüglich kurzfristige Rückstellung

−681

−697

Langfristige Rückstellung

6.812

6.138

Zum 31. Dezember 2014 und 2013 betrug die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsrückstellungen 9,6 und 8,1 Jahre.

Sensitivitätsanalyse

In folgender Tabelle sind die erfassten kurz- und langfristigen Rückstellungen zusammengefasst:

 Download XLS (22 kB)

in TEUR zum 31. Dezember

2014

2013

Jubiläumsgelder

77.491

70.652

Abfertigungen

123.091

94.170

Pensionen

7.494

6.836

Eine Veränderung des verwendeten Abzinsungsfaktors um einen halben Prozentpunkt würde zu folgenden Veränderungen der Rückstellungen führen (negative Werte bedeuten eine Reduktion der Rückstellung):

 Download XLS (22 kB)

in TEUR zum 31. Dezember 2014

0,5 Prozentpunkte Verringerung

0,5 Prozentpunkte Erhöhung

Jubiläumsgelder

2.878

−2.727

Abfertigungen

10.888

−9.817

Pensionen

357

−328

 

 

 

in TEUR zum 31. Dezember 2013

 

 

Jubiläumsgelder

2.677

−2.404

Abfertigungen

8.125

−7.321

Pensionen

294

−272

Eine Veränderung der verwendeten Gehaltssteigerungen um einen Prozentpunkt würde zu folgenden Veränderungen der Rückstellungen führen (negative Werte bedeuten eine Reduktion der Rückstellung):

 Download XLS (22 kB)

in TEUR zum 31. Dezember 2014

1 Prozentpunkt Verringerung

1 Prozentpunkt Erhöhung

Jubiläumsgelder

−5.174

5.635

Abfertigungen

−18.647

22.448

Pensionen

−638

742

 

 

 

in TEUR zum 31. Dezember 2013

 

 

Jubiläumsgelder

−4.681

5.255

Abfertigungen

−14.109

16.998

Pensionen

−509

586

Eine Veränderung der verwendeten Fluktuationsrate um einen halben Prozentpunkt würde zu folgenden Veränderungen der Rückstellungen führen (negative Werte bedeuten eine Reduktion der Rückstellung):

 Download XLS (22 kB)

in TEUR zum 31. Dezember 2014

0,5 Prozentpunkte Verringerung

0,5 Prozentpunkte Erhöhung

Für die Pensionsrückstellung wird keine Fluktuation berücksichtigt, da alle begünstigten MitarbeiterInnen bereits in Pension sind.

Jubiläumsgelder

74

−2.846

Abfertigungen

3.547

−5.704

 

 

 

in TEUR zum 31. Dezember 2013

 

 

Jubiläumsgelder

149

−2.542

Abfertigungen

944

−3.857

||