(30) Ertragsteuern

||

Der Steueraufwand/-ertrag auf das Ergebnis vor Ertragsteuern setzt sich wie folgt zusammen:

  Download XLS (22 kB)

in TEUR

2014

2013

Laufende Steuern

43.107

50.604

Latente Steuern

−41.826

22.507

Ertragsteuern

1.281

73.111

Nachfolgend wird die Zuordnung der Ertragsteuern im Konzernabschluss dargestellt:

  Download XLS (22 kB)

in TEUR

2014

2013

*

Siehe Anhangangabe (29).

Laufende Geschäftstätigkeit

1.281

73.111

Im Sonstigen Ergebnis (OCI) erfasste Steuern

−4.974

2.713

Steuerertrag im Zusammenhang mit Hybridkapital*

−8.438

−10.636

Steuerertrag im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung*

−4.052

0

Ertragsteuern gesamt

−16.183

65.188

Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Ursachen für den Unterschied zwischen den in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesenen Ertragsteuern und den Ertragsteuern unter Anwendung des gesetzlichen Steuersatzes in Österreich von 25%, bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern:

  Download XLS (23 kB)

in TEUR

2014

2013

Körperschaftsteueraufwand/-ertrag zum gesetzlichen Steuersatz

−46.029

31.310

Steuersatzdifferenzen

33.091

−10.582

Steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwand

9.876

6.192

Steuerbegünstigungen und steuerfreie Erträge

−10.428

−4.803

Steuerfreie Erträge/Aufwendungen aus Finanzanlagen

−180

−444

Effekt der Steuersatzänderung

0

−2

Steueraufwand aus Vorjahren

6.854

6.322

Nicht angesetzte aktive latente Steuern

184.739

21.123

Beteiligungsabwertungen/-zuschreibungen und sonstige konzerninterne Beteiligungstransaktionen

−201.109

26.791

Wertminderung Firmenwert

30.821

0

Ergebnis aus Änderungen des Konsolidierungskreises

−6.870

−1.141

Sonstige

517

−1.654

Ertragsteuern

1.282

73.111

Effektiver Körperschaftsteuersatz

−0,70%

58,38%

Der nicht abzugsfähige Aufwand der Jahre 2014 und 2013 besteht im Wesentlichen aus Abzugssteuern für Dividenden und Repräsentationsaufwendungen sowie 2014 aus nicht abzugsfähigen Managementgehältern in Österreich. Bei den Steuerbegünstigungen und nicht steuerpflichtigen Erträgen handelt es sich 2014 im Wesentlichen um Investitionsbegünstigungen in Slowenien sowie Steuerbegünstigungen im Rahmen der österreichischen Gruppenbesteuerung. 2013 handelte es sich im Wesentlichen um eine Steuerbegünstigung in Weißrussland, welche es ermöglichte, die steuerrechtlichen Buchwerte von Sachanlagen steuerneutral aufzuwerten und damit die zukünftige Abschreibungsbasis zu erhöhen. Weiters sind Forschungs- und Bildungsprämien, Investitionsbegünstigungen sowie andere staatliche Förderungen enthalten.

Der Effekt aus Steuersatzänderung im Jahr 2013 resultiert aus einer Steuersenkung in der Slowakei. Der aggregierte Körperschaftsteuersatz wurde beginnend mit 2014 von 23% auf 22% gesenkt.

Der Steueraufwand aus Vorperioden resultiert 2014 und 2013 im Wesentlichen aus Effekten der Anwendung von IAS 29 „Rechnungslegung in Hochinflationsländern“ in Weißrussland.

Die Wertminderung Firmenwert betrifft 2014 im Wesentlichen den Effekt auf die Wertminderung im Segment Bulgarien in der Höhe von 34.060 TEUR sowie den damit verbundenen latenten Steuerertrag in der Höhe von 3.749 TEUR aus der Auflösung der latenten Steuerverbindlichkeit auf den Firmenwert, da dieser in Bulgarien bis 2006 steuerlich absetzbar war. 2013 betrug der Effekt auf die Wertminderung 5.940 TEUR, welcher durch die Auflösung der damit verbundenen latenten Steuerverbindlichkeiten ausgeglichen wurde. In Bulgarien beträgt der Körperschaftsteuersatz 10%, die Differenz zum gesetzlichen Steuersatz in Österreich in Höhe von 25% findet sich in den Steuersatzdifferenzen.

Das Ergebnis aus Änderungen des Konsolidierungskreises im Jahr 2014 betrifft den Gewinn aus der Verschmelzung der mobilkom liechtenstein (siehe Anhangangabe (2)). 2013 sind der Gewinn aus Unternehmenserwerb zu einem Preis unter dem Marktwert sowie der Abgangsverlust aus Unternehmenszusammenschlüssen enthalten.

Die Beteiligungsabwertungen/-zuschreibungen betreffen Abwertungen und Zuschreibungen von Beteiligungen an verbundenen Unternehmen in Österreich, welche steuerrechtlich über sieben Jahre verteilt geltend gemacht werden und auf welche latente Steuern angesetzt wurden (gemäß der Stellungnahme des Austrian Financial Reporting and Auditing Committee zu „Auswirkungen der steuerlichen Teilwertabschreibungen nach § 12 Abs. 3 Z 2 Körperschaftsteuergesetz („KStG“) auf die Bilanzierung von Ertragsteuern nach IAS 12 in einem Konzern- oder separaten Einzelabschluss nach IFRS“).

Die steuerlichen Auswirkungen von temporären Unterschieden, die zum Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern führen, setzen sich wie folgt zusammen:

  Download XLS (24 kB)

in TEUR zum 31. Dezember

2014

2013

Aktive latente Steuern

 

 

Abschreibungen auf Beteiligungen an verbundenen Unternehmen

149.355

75.801

Verlustvorträge

8.517

47.567

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

6.463

8.962

Passive Rechnungsabgrenzungen und sonstige Verbindlichkeiten

715

665

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte und aktive Rechnungsabgrenzungen

849

1.378

Langfristige Rückstellungen

66.721

57.887

Rückstellungen für MitarbeiterInnen

28.179

19.808

Sachanlagen

1.463

1.708

Sonstige

9.765

8.931

Aktive latente Steuern

272.026

222.707

 

 

 

Passive latente Steuern

 

 

Firmenwert

0

−3.749

Sachanlagen

−30.375

−25.969

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

−154.741

−160.871

Rückstellungen

−3.915

−3.838

Steuerliche Abwertung eigener Aktien

−1.380

−1.380

Sonstige

−1.525

−3.218

Passive latente Steuern

−191.935

−199.024

  Download XLS (22 kB)

in TEUR zum 31. Dezember

2014

2013

Aktive latente Steuern

170.895

123.006

Passive latente Steuern

−90.804

−99.324

Latente Steuern, netto

80.091

23.683

Die Telekom Austria Group wendet in Österreich die Gruppenbesteuerung nach § 9 Körperschaftsteuergesetz („KStG“) mit der Telekom Austria AG als Gruppenträgerin an. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden für die Gruppenmitglieder (derzeit die wesentlichsten österreichischen Gesellschaften) saldiert, da die Steuergruppe ein Steuersubjekt darstellt.

Steuerliche Abschreibungen gemäß § 9 Abs. 7 KStG werden als temporäre Differenz von Anteilen an Tochterunternehmen behandelt, auf welche gemäß IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern angesetzt werden. Die Abschreibungen auf Beteiligungen an verbundenen Unternehmen betreffen steuerlich über sieben Jahre zu verteilende Beteiligungsabschreibungen in Österreich.

Folgende latente Steuerforderungen wurden nicht angesetzt, da deren Realisierung aufgrund der Steuerplanung in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist

  Download XLS (22 kB)

in TEUR zum 31. Dezember

2014

2013

Verlustvorträge

576.323

393.163

Temporäre Differenzen aus Abschreibungen auf Beteiligungen an verbundenen Unternehmen

341.371

113.960

Nicht angesetzte latente Steuerforderungen

917.695

507.123

Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern trifft der Vorstand eine Einschätzung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, dass diese Posten in Zukunft tatsächlich realisierbar sind. Die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern setzt ausreichend steuerpflichtiges Einkommen in jenen Perioden voraus, in denen die temporären Unterschiede abzugsfähig werden. Der Vorstand zieht die geplante Auflösung von passiven latenten Steuern und das geschätzte künftige steuerpflichtige Einkommen für diese Beurteilung heran.

Aufgrund der nachhaltig positiven operativen Ergebnisse ist der Vorstand der Meinung, dass trotz steuerlicher Verluste der Vergangenheit auf Basis der Prognosen über das steuerpflichtige Einkommen zukünftiger Jahre, in denen die aktiven latenten Steuern abzugsfähig sind, die Realisierung der Steuervorteile aus den angesetzten aktivierten latenten Steuern wahrscheinlich ist.

Am 31. Dezember 2014 bestanden Verlustvorträge von 2.714.418 TEUR, von denen jene, die im Wesentlichen aus Serbien stammen, wie folgt verfallen:

  Download XLS (22 kB)

Jahr

in TEUR

2015

84.675

2016

2.765

2017

89.503

2018

105.098

2019

119.356

Gesamt

401.397

Die verbleibenden Verlustvorträge stammen im Wesentlichen aus Gesellschaften in Österreich und sind unbegrenzt vortragsfähig. Die jährliche Verrechnung von Verlustvorträgen ist in Österreich grundsätzlich mit 75% des jeweiligen steuerlichen Ergebnisses begrenzt.

Zum 31. Dezember 2014 und 2013 hat die Telekom Austria Group temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit assoziierten Unternehmen in Höhe von 28.003 TEUR und 1.578 TEUR, für die keine latenten Steuerschulden erfasst wurden.

Die Forderungen aus Ertragsteuern betreffen noch nicht veranlagte Steuerjahre. Zum 31. Dezember 2014 und 2013 stammen diese im Wesentlichen aus Österreich und Kroatien. Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern zum 31. Dezember 2014 und 2013 stammen im Wesentlichen aus den ausländischen Gesellschaften.

||