(9) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in TEUR zum 31. Dezember

2014

2013

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto

773.032

864.772

Wertberichtigungen

−172.963

−180.929

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto

600.068

683.843

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2014 und 2013 haben eine Fälligkeit von weniger als zwölf Monaten und sind als nicht verzinslich einzustufen.

Bei der Abgrenzung der Umsatzerlöse kam erstmals im 2. Quartal 2014 eine neu implementierte Billing-System-Schnittstelle zum Einsatz, die nunmehr eine weitgehend automatisierte Ermittlung der Abgrenzung der nicht verrechneten Umsatzerlöse ermöglicht. Mit dem Einsatz einer separaten Revenue-Assurance-Software erfolgt zusätzlich eine automatisierte Kontrolle dieser Abgrenzungen. Durch diese Systemweiterentwicklungen konnte die Schätzungskomponente reduziert und die Qualität der Daten verbessert werden. Die neue Schnittstelle greift direkt auf die Verrechnungsdaten zu, und die Daten müssen nicht mehr aus verschiedenen Systemen abgezogen und über mehrere maschinelle und manuelle Schnittstellen zusammengefasst werden. Diese Änderung in der Schätzungsmethode führte zu einer Reduktion der Umsatzerlöse und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 47.505 TEUR im Segment Österreich. Diese Schätzungsänderung gemäß IAS 8 hat keine Auswirkung auf Folgeperioden.

Die Entwicklung der Wertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR

2014

2013

Stand zum 1. Jänner

180.929

203.451

Währungsumrechnung

−734

−858

Änderungen des Konsolidierungskreises

1.060

814

Auflösung

−6.194

−5.287

Dotierung

48.718

43.272

Verbrauch

−50.816

−58.470

Umgliederung

0

−1.992

Stand zum 31. Dezember

172.963

180.929

Davon

 

 

Einzelwertberichtigung

6.638

11.156

Gruppenwertberichtigung

166.325

169.774

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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Brutto

Wertberichtigung

Brutto

Wertberichtigung

in TEUR zum 31. Dezember

2014

2014

2013

2013

Noch nicht fällig

523.516

6.949

600.603

8.509

Überfällig 0–90 Tage

75.178

13.493

70.106

12.158

Überfällig 91–180 Tage

19.537

12.797

25.839

11.773

Überfällig 181–360 Tage

25.026

19.910

36.289

23.756

Länger als ein Jahr

129.775

119.815

131.935

124.733

Gesamt

773.032

172.963

864.772

180.929

Die Telekom Austria Group hat Forderungen im Hinblick auf verschiedene Risiken zu Gruppen zusammengefasst. Entsprechend den Risiken und aufgrund von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit legt die Telekom Austria Group einen bestimmten Prozentsatz für die Wertberichtigung pro Gruppe fest.

Von den noch nicht fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind folgende nicht wertberichtigt.

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in TEUR zum 31. Dezember

2014

2013

Nicht fällig ohne Wertberichtigung

209.399

239.119

Da es sich hierbei im Wesentlichen um abgegrenzte Marketingaufwendungen im Zusammenhang mit Kundenbindung, Roaminggutschriften, Abgrenzungen aus Mehrkomponentenverträgen und vorausfakturierte Grundentgelte handelt, besteht kein Risiko eines Forderungsausfalls.

Die Wertminderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Geschäftskunden und privaten Kunden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nationalen und internationalen Netzbetreibern werden erst dann wertberichtigt, wenn die Forderung seit mehr als 90 Tagen überfällig ist.

Aufgrund der großen Anzahl der Einzelforderungen ist das Kreditrisiko hinreichend diversifiziert, sodass die Forderungen weder besichert noch versichert werden.

Zum 31. Dezember 2013 beinhalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen in Höhe von 384.103 TEUR, die zivilrechtlich an eine Zweckgesellschaft im Rahmen des „Asset Backed Security (ABS)“-Programms, welches im August 2014 beendet wurde, verkauft wurden (Anhangangabe (33)). Die verpflichtende Konsolidierung der Zweckgesellschaft gemäß IFRS 10 („Konsolidierung“ – Maßgebliche Tätigkeiten und Lenkung maßgeblicher Tätigkeiten) hatte zur Folge, dass trotz des Verkaufs die Forderungen im Konzernabschluss erfasst wurden.

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