Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

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Im Oktober 2014 hat die Telekom Austria Group mit der Telekom Slovenije Group den Zusammenschluss ihrer Tochtergesellschaften Vip operator und One, beide in der Republik Mazedonien tätig, vereinbart. Die Telekom Austria Group wird 55% der neu geschaffenen Gesellschaft sowie die alleinige Kontrolle halten, die Telekom Slovenije Group wird 45% halten. Die Vereinbarung beinhaltet auch Call- und Put-Optionen für den Ausstieg der Telekom Slovenije Group innerhalb von drei Jahren ab dem Closing der Transaktion. Die Transaktion ist von der Zustimmung der mazedonischen Wettbewerbsbehörden abhängig, die im 1. Quartal 2015 erwartet wird. One ist der drittgrößte Mobilfunkanbieter in der Republik Mazedonien, im Jahr 2013 erreichte One einen Umsatz und ein EBITDA von rund 75,5 Mio. EUR bzw. 14,4 Mio. EUR.

Seit dem Stichtag 31. Dezember 2014 hat der weißrussische Rubel rund 20,0% gegenüber dem Euro an Wert verloren. Die Auswirkung der Abwertung auf die Inflationsrate in Weißrussland bleibt abzuwarten (siehe auch Anhangangabe (1)).

Am 21. Jänner 2015 ist eine Bedingung im Zusammenhang mit der aufschiebend bedingten Vereinbarung zwischen der Telekom Slovenije und der Si.mobil erfüllt worden. Si.mobil hat daraufhin die Klage zurückgezogen, und ein Teilbetrag von 20 Mio. EUR wurde bereits vereinnahmt (siehe auch Anhangangabe (34)).

Am 11. November 2014 hat der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) nach Vorlage durch den österreichischen Verwaltungsgerichtshof in einem Urteil festgestellt, dass die gesetzliche Regelung des Vorrückungsstichtages für österreichische Beamte dem Unionsrecht widerspricht (siehe Anhangangabe (22)). Um die sich daraus auch für das Bundesbudget ergebenden Belastungen zu kompensieren, hat der österreichische Nationalrat am 21. Jänner 2015 ein entsprechendes Gesetz beschlossen. Dieses Gesetz ist noch nicht in Rechtskraft getreten, da es noch nicht vom österreichischen Bundesrat beschlossen und auch noch nicht im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Die Telekom Austria Group wird unter Berücksichtigung des noch ausstehenden Erkenntnisses des österreichischen Verwaltungsgerichtshofs sowie der Beurteilung des vorliegenden Gesetzestextes hinsichtlich der EU-Konformität die weitere bilanzielle Behandlung dieses Sachverhaltes evaluieren.

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