Segment Kroatien

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Finanzkennzahlen (in Mio. EUR)

2014

2013

Veränderung
in %

*

Im 1. Quartal 2013 wurde die Berechnungslogik für mobile Breitbandkunden geändert und beinhaltet nun ausschließlich Datentarife.

Umsatzerlöse

378,2

389,2

−2,8

EBITDA bereinigt

84,3

117,6

−28,3

EBITDA-bereinigt-Marge

22,3%

30,2%

EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung

84,3

117,6

−28,3

Betriebsergebnis

15,9

51,8

−69,4

Anlagenzugänge

70,0

82,4

−15,1

 

 

 

 

Mobilkommunikation

 

 

 

ARPU (in EUR)

11,1

11,6

−4,3

Anzahl Mobilkunden (in 1.000)

1.741,0

1.843,8

−5,6

Vertragskundenanteil

46,8%

45,1%

Marktanteil

36,0%

37,3%

Mobile Breitbandkunden (in 1.000)*

144,2

168,8

−14,6

Penetration

112,6%

115,1%

 

 

 

 

Festnetz

 

 

 

ARPL (in EUR)

21,4

22,7

−5,8

Summe der Anschlüsse (in 1.000)

219,9

193,1

13,9

davon Festnetz-Breitbandanschlüsse

136,0

109,2

24,5

 

 

 

 

MitarbeiterInnen (Vollzeitkräfte per 31.12.)

1.151

1.138

1.1

In Kroatien wirkten sich auch 2014 das schwierige wirtschaftliche Umfeld und der intensive Wettbewerb negativ auf den Geschäftsverlauf im Mobilfunkbereich aus. Regulatorische Einschnitte seit dem EU-Beitritt Kroatiens im Juli 2013 belasteten die Ergebnisse; darüber hinaus sorgte eine Erhöhung der Frequenznutzungsgebühren im Juli 2014 für zusätzlichen Druck. Die anschließenden Tarifanpassungen aller Betreiber führten zu verstärkter Abwanderung, der Vipnet im 3. Quartal 2014 durch höhere Stützungen begegnete. Im Gegensatz zum Mobilfunk entwickelte sich das Festnetzgeschäft weiterhin positiv und konnte auch im Berichtsjahr einen Teil der Rückgänge im Mobilfunkgeschäft ausgleichen.

Die Gesamtanzahl der Mobilkommunikationskunden ging im Berichtsjahr um 5,6% auf rund 1,7 Millionen zurück, was sowohl auf die sinkende Anzahl an Kunden mit mehreren Wertkarten durch deren Wechsel zu Vertragstarifen als auch auf Kundenmigration infolge der Tarifanpassungen aller Betreiber im Juni 2014 zurückzuführen ist. Der Vertragskundenanteil konnte im Jahresverlauf auf 46,8% (2013: 45,1%) angehoben werden. Bedingt durch den harten Wettbewerb sowie eine Bereinigung der Wertkartenkundenbasis um inaktive Kunden ging der Marktanteil von 37,3% auf 36,0% zurück. Im Festnetzbereich gelang eine Steigerung der Anschlüsse um 13,9% auf 219.900. Die darin inkludierten Breitbandanschlüsse verzeichneten sogar einen Zuwachs um 24,5% auf rund 136.000 im Berichtsjahr, was sowohl auf organisches Wachstum als auch auf die 2013 erfolgten Übernahmen zurückzuführen ist. Die Anzahl der TV-Kunden stieg ebenfalls um 6,8% auf rund 167.700.

Im Berichtsjahr verzeichnete Vipnet einen Rückgang der Umsatzerlöse um 2,8% auf 378,2 Mio. EUR. Diese Umsatzerlöse beinhalten einen negativen Währungseffekt von 2,8 Mio. EUR. Der weitaus größte negative Faktor war die Regulierung, die sowohl die Erlöse aus Zusammenschaltung als auch aus Roaming um insgesamt 18,9 Mio. EUR reduzierte. Dazu kamen gesunkene Erlöse aus monatlichen Grund- und Verbindungsentgelten. Diese waren das Ergebnis niedrigerer variabler Mobilfunkumsätze, die durch weniger Wertkartenkunden und ein im Vergleich zum Vorjahr gesunkenes Preisniveau entstanden und auch durch höhere Erlöse aus mobilen Grundentgelten und Festnetzdienstleistungen nicht kompensiert werden konnten. Höhere Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten, die aus dem Fokus auf das Vertragskundengeschäft resultierten, halfen einen Teil der oben genannten Verluste auszugleichen.

Der Rückgang des durchschnittlichen Monatserlöses pro Mobilkommunikationskunde (ARPU) auf EUR 11,1 (2013: EUR 11,6) ging auf Regulierungseffekte sowie Preisdruck im Vertrags- und Wertkartengeschäft zurück, wobei besonders der ARPU der Geschäftskunden stark unter dem Wettbewerbsdruck litt. Der durchschnittliche Monatserlös pro Festnetzanschluss (ARPL) verminderte sich auf EUR 21,4 (2013: EUR 22,7), ebenfalls bedingt durch das Geschäftskundensegment, da die 2013 übernommenen Kunden niedrigere durchschnittliche Erlöse pro Festnetzanschluss generieren als die restliche Kundenbasis von Vipnet. Das ausgewiesene Wachstum bei den Festnetzanschlüssen ließ jedoch in Summe die Umsätze aus dem Festnetzgeschäft um 8,9% steigen.

Die betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr um 8,7% auf 301,4 Mio. EUR an. Dies ging primär auf den Anstieg der Frequenznutzungsgebühren zurück, gemeinsam mit höheren Aufwendungen für Forderungsverluste und Outsourcing. Darüber hinaus stiegen die Materialaufwendungen bedingt durch die höhere Nachfrage nach hochwertigen Endgeräten nach der Einführung von Teilzahlungen, aber auch die Marketing- und Vertriebsaufwendungen erhöhten sich durch vermehrte Marketingaktivitäten im Berichtsjahr. Niedrigere Zusammenschaltungsaufwendungen durch die Senkung der Terminierungsentgelte kompensierten diese Effekte nur zum Teil.

Das bereinigte EBITDA von Vipnet fiel im Berichtsjahr infolge der negativen Umsatz- und Kostenentwicklung um 28,3% auf 84,3 Mio. EUR. Ebenso sank die Marge von 30,2% im Vorjahr auf 22,3% im Berichtsjahr. Zusammen mit einem leichten Anstieg der Abschreibungen ergab dies ein um 69,4% reduziertes Betriebsergebnis von 15,9 Mio. EUR.

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