Aufwendungen und Ergebnis – Österreich

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in Mio. EUR

2014

2013

Veränderung
in %

Materialaufwand

237,2

343,6

−30,9

Personalaufwand

704,2

683,7

3,0

Sonstiger betrieblicher Aufwand

861,7

973,5

11,5

Restrukturierung

89,6

45,2

98,2

Abschreibungen

508,6

516,1

1,4

Der Rückgang der Materialaufwendungen sowie der Terminierungsentgelte wirkte sich im Berichtsjahr positiv auf die betrieblichen Aufwendungen aus, die in Summe um 9,9% auf 1.803,1 Mio. EUR sanken. Die Materialaufwendungen sanken dabei um 30,9% auf 237,2 Mio. EUR, primär infolge der reduzierten Stützungen sowie der gesunkenen Neukundenzugänge. Die Zusammenschaltungsaufwendungen fielen durch die gesunkenen Preise ebenfalls stark um 25,0% auf 180,0 Mio. EUR. Weitere Kosteneinsparungen konnten in den Bereichen Marketing und Vertrieb sowie Wartung, Beratung, Service und Energie erzielt werden. Im Gegensatz dazu stiegen die Personalaufwendungen um 3,0% auf 704,2 Mio. EUR an. Dies war die Folge eines Einmaleffekts in Höhe von 30,1 Mio. EUR durch eine Rückstellung für erwartete Nachzahlungen an Beamte. Diese Rückstellung ist bedingt durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 11. November 2014, welches feststellte, dass die gesetzliche Regelung des Vorrückungsstichtags (dieser bestimmt die Dauer des Dienstverhältnisses und damit den Zeitpunkt der Vorrückung in Gehaltsstufen) für österreichische Beamte dem Unionsrecht widerspricht.

Trotz niedrigerer Umsatzerlöse führte die Reduktion der betrieblichen Aufwendungen zu einem Anstieg des bereinigten EBITDA im Berichtsjahr um 1,4% auf 755,4 Mio. EUR. Regulatorische Effekte wirkten sich mit insgesamt 19,5 Mio. EUR negativ auf das bereinigte EBITDA aus. Ohne die Sondereffekte im Festnetz und bei den Personalkosten stieg das bereinigte EBITDA um 9,2%. Auch die EBITDA-bereinigt-Marge verbesserte sich von 28,0% im Vorjahr auf 30,6% im Jahr 2014.

Für das Berichtsjahr 2014 wurde im Segment Österreich ein Restrukturierungsaufwand von 89,6 Mio. EUR (2013: 45,2 Mio. EUR) erfasst, der Sozialpläne für Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis auf sozial verträgliche Weise aufgelöst wird, und zukünftige Aufwendungen für Beamte, die dauerhaft aus dem Leistungsprozess ausscheiden und deren Dienstverhältnis aufgrund des Beamtenstatus nicht beendet werden kann, beinhaltet. Dabei konnten Kosteneinsparungen durch weniger Mitarbeiter, die Sozialpläne angenommen haben, negative Effekte aus einer Zinsanpassung bei der Bewertung der Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 42,6 Mio. EUR sowie der Rückstellung für Zahlungen an Beamte in Höhe von 15,0 Mio. EUR nicht ausgleichen. In Folge sank das EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung um 4,9% auf 665,8 Mio. EUR.

Die Abschreibungen sanken um 1,4% auf 508,6 Mio. EUR, da höhere Abschreibungen für das im Oktober 2013 erworbene Mobilfunkspektrum durch geringere Abschreibungen für Festnetzinfrastruktur mehr als ausgeglichen wurden. Per Saldo resultiert aus den beschriebenen Entwicklungen für das Segment Österreich ein Betriebsergebnis, das mit 157,2 Mio. EUR um 14,6% unter dem Vorjahreswert liegt.

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