Segment Weißrussland

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Finanzkennzahlen (in Mio. EUR)

2014

2013

Veränderung
in %

*

Im 1. Quartal 2013 wurde die Berechnungslogik für mobile Breitbandkunden geändert und beinhaltet nun ausschließlich Datentarife.

Umsatzerlöse

355,0

331,7

7,0

EBITDA bereinigt

172,4

155,9

10,6

EBITDA-bereinigt-Marge

48,6%

47,0%

EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung

172,4

155,9

10,6

Betriebsergebnis

82,2

71,6

14,9

Anlagenzugänge

48,5

34,0

42,6

 

 

 

 

Mobilkommunikation

 

 

 

ARPU (in EUR)

5,1

4,8

6,4

Anzahl Mobilkunden (in 1.000)

4.949,9

4.947,4

0,0

Vertragskundenanteil

80,6%

80,6%

Marktanteil

42,4%

42,5%

Mobile Breitbandkunden (in 1.000)*

284,1

246,5

15,2

Penetration

123,3%

123,0%

 

 

 

 

MitarbeiterInnen (Vollzeitkräfte per 31.12.)

1.881

1.749

7,5

Im Dezember 2011 wurde Weißrussland als hyperinflationäres Land eingestuft und die Anwendung der Rechnungslegung für Hochinflationsländer für das Gesamtjahr 2011 beschlossen. Hochinflation wird unter anderem auf Basis der dreijährigen kumulierten Inflationsrate bestimmt; da sich diese für 2011 auf rund 108,7%, für 2012 auf rund 21,8% und für 2013 auf rund 16,6% belief, wurde die Hochinflationsrechnungslegung auch 2014 fortgeführt. Ob und inwieweit die volatile Marktentwicklung seit 1. Jänner 2015 dazu führt, dass im Geschäftsjahr wieder Hyperinflationsbilanzierung anzuwenden ist, wird auf Basis der weiteren Inflationsentwicklung im Geschäftsjahr 2015 beurteilt werden.

Das makroökonomische Umfeld in Weißrussland blieb im Berichtsjahr trotz der politischen Krise in der Ukraine relativ stabil. Auch der weißrussische Rubel verlor insgesamt 9,0% an Wert (2013: −13,3%). Der kurz darauf folgende Einbruch des weißrussischen Rubels im Jänner 2015 hatte keine Auswirkungen auf die Konsolidierung für 2014. Die Inflationsrate blieb mit 16,2% im Jahr 2014 auf dem Niveau des Vorjahres.

Vor diesem Hintergrund fokussierte das Management von velcom auch 2014 auf ein Tarif- und Endgeräteportfolio mit Fokus auf Smartphones und Tablets, um die steigende Nachfrage nach Daten monetarisieren zu können. Ebenso fanden im Berichtsjahr wieder Tarifanpassungen statt, um Währungs- und Hyperinflationseffekten entgegenzuwirken. Darüber hinaus standen die Optimierung der betrieblichen Aufwendungen sowie deren Entkoppelung von Fremdwährungseffekten im Fokus.

Die Gesamtkundenanzahl von velcom blieb im Berichtsjahr weitgehend stabil bei rund 4,95 Millionen. Der Anstieg bei den mobilen Breitbandkunden von 15,2% auf rund 284.100 spiegelt die oben beschriebene kontinuierlich steigende Nachfrage nach Daten wider. Der Marktanteil von velcom blieb im Berichtsjahr ebenfalls weitgehend stabil.

Nach Anpassungen infolge der Rechnungslegung für Hochinflationsländer und inklusive negativer Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 35,3 Mio. EUR stiegen die Umsatzerlöse 2014 im Jahresvergleich um 7,0% auf 355,0 Mio. EUR. In Lokalwährung stiegen die Umsatzerlöse um 19,8%. Die inflationsbedingten Preisanpassungen 2013 und 2014, Up-Selling-Effekte sowie die höhere Datennutzung waren wesentliche Gründe für den Anstieg der Erlöse aus monatlichen Grund- und Verbindungsentgelten. Die Umsätze aus dem Verkauf von Endgeräten stiegen ebenfalls aufgrund der vermehrten Nachfrage nach Smartphones und Tablets. Darüber hinaus verzeichnete velcom höhere Erlöse aus Zusammenschaltung, primär durch höhere internationale Tarife. Infolge der oben genannten Entwicklungen verbesserte sich auch der durchschnittliche Monatserlös pro Mobilkommunikationskunde (ARPU) auf EUR 5,1 (2013: EUR 4,8).

Die betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr um 4,4% auf 188,6 Mio. EUR an. In lokaler Währung war der Anstieg in erster Linie die Folge von gestiegenen Wartungs-, Reparatur- und Mietaufwendungen sowie Forderungsverlusten. Darüber hinaus führten inflationsbedingte Gehaltsanpassungen und wachstumsbedingte Mitarbeiterzugänge besonders zu höheren Personalkosten. Die große Nachfrage nach Smartphones und Tablets erhöhte außerdem die Materialaufwendungen, wobei die auf verkaufte Geräte erzielte Marge weiterhin positiv blieb. Gesunkene Aufwendungen für Zusammenschaltung als Ergebnis von niedrigeren Entgelten im Transitgeschäft sowie weniger internationaler Nutzung konnten die oben genannten Effekte nicht kompensieren.

Dank der positiven Umsatzentwicklung konnte das bereinigte EBITDA im Berichtsjahr trotz negativer Währungseffekte in Höhe von 17,1 Mio. EUR um 10,6% auf 172,4 Mio. EUR gesteigert werden. Die EBITDA-bereinigt-Marge stieg im Berichtsjahr auf 48,6% (2013: 47,0%), womit das Segment Weißrussland wiederholt die höchste Marge in der Gruppe erzielen konnte.

Das höhere bereinigte EBITDA führte trotz gestiegener Abschreibungen durch Beschleunigung der Geräteabschreibungen zu einer Verbesserung des Betriebsergebnisses von 14,9% auf 82,2 Mio. EUR.

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