Republik Mazedonien

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Finanzkennzahlen (in Mio. EUR)

2014

2013

Veränderung
in %

Umsatzerlöse

62,0

64,9

−4,4

EBITDA bereinigt

12,6

14,7

−14,6

EBITDA-bereinigt-Marge

20,3%

22,7%

EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung

7,5

14,7

−49,2

Betriebsergebnis

−2,6

6,3

o.A.

Anlagenzugänge

9,4

16,1

−41,6

 

 

 

 

Mobilkommunikation

 

 

 

ARPU (in EUR)

6,9

7,9

−13,6

Anzahl Mobilkunden (in 1.000)

622,0

629,7

−1,2

Vertragskundenanteil

52,4%

47,5%

Marktanteil

28,2%

28,0%

Penetration

107,4%

109,2%

 

 

 

 

MitarbeiterInnen (Vollzeitkräfte per 31.12.)

535

214

149,8

Vor dem Hintergrund eines wettbewerbsintensiven Mobilfunkmarkts setzte Vip operator in der Republik Mazedonien den Fokus im Berichtsjahr weiterhin auf das Wachstum der hochwertigen Segmente. Die Übernahme von blizoo Macedonia, die am 30. Juli 2014 abgeschlossen wurde, war ein entscheidender Schritt für die Umsetzung der Konvergenzstrategie der Telekom Austria Group und ermöglicht es, nun auch gebündelte Festnetz- und Mobilfunkdienstleistungen im mazedonischen Markt anzubieten.

Darüber hinaus hat die Telekom Austria Group im Oktober 2014 mit der Telekom Slovenije Group den Zusammenschluss ihrer Tochtergesellschaft Vip operator mit dem drittgrößten Mobilfunkanbieter One vereinbart. Die Telekom Austria Group wird 55% der neu geschaffenen gemeinsamen Gesellschaft und somit die alleinige Kontrolle halten; Telekom Slovenije Group wird 45% halten. Die Vereinbarung beinhaltet Optionen für den Ausstieg von Telekom Slovenije Group innerhalb von drei Jahren ab Closing der Transaktion. Die Transaktion ist von der Zustimmung der mazedonischen Wettbewerbsbehörden abhängig, die für das 1. Quartal 2015 erwartet wird.

Der deutliche Anstieg der Vertragskundenanzahl konnte den durch die Migration zu Bündelprodukten bedingten Rückgang im Wertkartensegment im Berichtsjahr nicht ganz ausgleichen. Die Gesamtanzahl der Mobilkommunikationskunden fiel somit im Jahresvergleich um 1,2% auf 622.000 Kunden. Der Anteil an Vertragskunden stieg somit von 47,5% im Jahr 2013 auf 52,4% im Berichtsjahr. Der Mobilfunkmarktanteil von Vip operator stieg leicht auf 28,2% (2013: 28,0%). Nach der Übernahme von blizoo Macedonia verzeichnete die Telekom Austria Group in der Republik Mazedonien per Jahresende 2014 außerdem 62.600 Festnetzanschlüsse.

Die Umsatzerlöse von Vip operator fielen im Vergleich zum Vorjahr dennoch um 4,4% auf 62,0 Mio. EUR. Ursache dafür war ein Rückgang der Zusammenschaltungserlöse, ausgelöst durch die Senkung der nationalen Terminierungsentgelte im November 2013 und im September 2014. Auf operativer Ebene litten die Ergebnisse zudem unter Preisdruck und den rückläufigen Umsätzen aus dem Wertkartengeschäft. Die Ergebnisse beinhalten Umsatzerlöse von blizoo Macedonia in Höhe von 4,4 Mio. EUR, wodurch die Erlöse aus Grund- und Verbindungsentgelten deutlich anstiegen. Die durchschnittlichen Monatserlöse pro Mobilkommunikationskunde (ARPU) sanken auf EUR 6,9 (2013: EUR 7,9), bedingt durch den Preisdruck im Vertrags- und Wertkartengeschäft.

Kostenseitig wurde der höhere Materialaufwand aufgrund der höheren Anzahl verkaufter Geräte im Vertragskundenbereich durch drastisch reduzierte Zusammenschaltungsaufwendungen mehr als kompensiert. Im Gegensatz dazu hatte Vip operator höhere Service- und Mietkosten sowie Kosten für Instandhaltung und Transport. In Summe fielen die betrieblichen Aufwendungen aber um 1,7% auf 49,7 Mio. EUR.

Trotz der niedrigeren betrieblichen Aufwendungen führte der reduzierte Umsatz zu einer Senkung des bereinigten EBITDA von 14,6% auf 12,6 Mio. EUR. 1,4 Mio. EUR davon erwirtschaftete blizoo Macedonia. Die EBITDA-bereinigt-Marge fiel ebenfalls von 22,7% im Vorjahr auf 20,3% im Berichtsjahr. Darüber hinaus buchte die Telekom Austria Group im 4. Quartal 2014 eine Wertminderung in Höhe von 5,1 Mio. EUR, die sich aus einer Veränderung der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten für Vip operator ergab. Ein Anstieg der Abschreibungen infolge der Akquisition von blizoo Macedonia verschärfte den Effekt auf das Betriebsergebnis noch, das im Berichtsjahr auf negative 2,6 Mio. EUR abfiel.

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