Gesamtwirtschaftliches Umfeld1)

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Im Jahr 2014 setzte sich die Erholung der Weltwirtschaftslage fort. Dennoch hat der Internationale Währungsfonds (IMF), vor allem aufgrund der unter den Erwartungen liegenden Wirtschaftsdynamik im 1. Halbjahr 2014, die Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum im Herbst auf 3,3% zurückgenommen, das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als noch im April 2014. Für 2015 erwarten die Experten des IMF derzeit ein Wachstum von 3,8%, wobei die Risiken einer Verlangsamung zugenommen haben.

Während das Wirtschaftswachstum in den USA im Geschäftsjahr 2014 nach Einschätzung des IMF mit 2,2% gegenüber dem Vorjahr stabil blieb, ging es in China zwar von 7,7% auf 7,4% leicht zurück, zeigte sich damit aber weiterhin robust. Nach einer Stagnation im Vorjahr (+/– 0%) legte die Wirtschaft in der Europäischen Union nach einer Anfang November veröffentlichten Prognose 2014 um 1,3% zu.

In Österreich erholte sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2014 nach Einschätzung der Europäischen Kommission nach 0,2% im Vorjahr auf 0,7%. Für 2015 wird mit einer weiteren Zunahme auf 1,2% gerechnet. In Bulgarien wird für das Jahr 2014 ein Anstieg des BIP um 1,2% erwartet, und in Weißrussland dürfte die Wirtschaft wie im Jahr zuvor um 0,9% gewachsen sein. In der Republik Mazedonien hat sich die BIP-Zunahme 2014 mit einer Steigerungsrate von 3,3% nach Einschätzung der EU weiter beschleunigt. Slowenien sollte 2014 – nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,0% im Vorjahr – mit einem Plus von 2,4% wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt sein. Kroatien hingegen verzeichnete nach der letzten Hochrechnung einmal mehr ein Minus von 0,7%. Ebenso wird für die Republik Serbien nach der Flutkatastrophe im Frühjahr 2014 eine Abnahme der Wirtschaftsleistung um 1,0% erwartet.

Während die US-Notenbank FED ihren Leitzins bereits seit 2008 bei 0,00–0,25% hält und 2014 ihr Anleihen-Kaufprogramm eingestellt hat, setzte die Europäische Zentralbank die Lockerung ihrer Geldpolitik im Berichtsjahr fort. Die weitere Intensivierung der Niedrigzinspolitik brachte – auch vor dem Hintergrund einer Diskussion über eine mögliche Deflation in der Eurozone – im Juni und September 2014 zwei weitere Leitzinssenkungen um jeweils 10 Basispunkte auf nunmehr 0,05%. Weitere Entwicklungen, die das Geschehen auf den internationalen Kapitalmärkten prägten, waren neben dem anhaltenden Bürgerkrieg in Syrien vor allem der militärische Konflikt im Osten der Ukraine und die gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen. Die Budgetkrisen in den europäischen Peripheriestaaten haben sich hingegen – zumindest vorläufig – etwas entspannt.

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Entwicklung des realen BIP in den Märkten der Telekom Austria Group

in %

 

2013

2014e

2015e

Quelle: IMF für Weißrussland; Europäische Kommission für alle übrigen Länder

Österreich

0,2

0,7

1,2

Bulgarien

1,1

1,2

0,6

Kroatien

−0,9

−0,7

0,2

Weißrussland

0,9

0,9

1,5

Slowenien

−1,0

2,4

1,7

Republik Serbien

2,6

−1,0

0,0

Republik Mazedonien

2,7

3,3

3,4

1) Quellen: BIP-Angaben zu Welt, USA, China, Weißrussland: IMF http://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2014/02/pdf/text.pdf, Stand Oktober 2014, Seiten 2, 60; Europäische Union, Österreich, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Republik Mazedonien und Republik Serbien: http://ec.europa.eu/economy_finance/publications/european_economy/2014/pdf/ee7_en.pdf, Stand 4. November 2014, Seiten 1, 116

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