Ergebnis

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Trotz der in Summe negativen Einmaleffekte sank das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2014, primär bedingt durch die Senkung der betrieblichen Aufwendungen, nur leicht um 0,1% auf 1.286,1 Mio. EUR ab. Zuwächse wurden in den Segmenten Österreich und Weißrussland mit 1,4% und 10,6% erzielt und glichen den Rückgang des bereinigten EBITDA in Bulgarien, Kroatien und dem Segment Weitere Märkte um 9,8%, 28,3% und 1,1% fast aus. Ohne die Sondereffekte aus Festnetz und Personalaufwendungen in Österreich sowie den Einmaleffekt in Liechtenstein sowie ohne negative Währungseffekte in Höhe von 20,1 Mio. EUR stieg das bereinigte EBITDA im Jahresvergleich um 3,9%. In Summe kam es damit zu einer Verbesserung der EBITDA-bereinigt-Marge von 30,8% im Vorjahr auf 32,0% im Berichtsjahr.

Die Restrukturierungsaufwendungen, die zur Gänze aus dem Segment Österreich stammen, betrugen im Berichtsjahr 89,6 Mio. EUR nach 45,2 Mio. EUR im Vorjahr und beinhalten Sozialpläne für Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis auf sozial verträgliche Weise aufgelöst wird, sowie zukünftige Aufwendungen für Beamte, die dauerhaft aus dem Leistungsprozess ausscheiden und deren Dienstverhältnis aufgrund des Beamtenstatus nicht beendet werden kann. Dabei konnten Kosteneinsparungen durch weniger Mitarbeiter, die Sozialpläne angenommen haben, negative Effekte aus einer Zinsanpassung bei der Bewertung der Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 42,6 Mio. EUR sowie der Rückstellung für Zahlungen an Beamte in Höhe von 15,0 Mio. EUR nicht ausgleichen. Darüber hinaus führten die Veränderung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, „WACC“) für das Segment Bulgarien und die veränderten Erwartungen der Entwicklung der Mobiltel zu der bereits dargelegten Wertminderung. Zudem erfasste die Telekom Austria Group im 4. Quartal 2014 eine Wertminderung in Höhe von 5,1 Mio. EUR, die sich aus einer Veränderung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten für Vip operator ergab.

Primär infolge dieser Wertminderungen fiel das EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung um 28,1% auf 850,8 Mio. EUR. Die Aufwendungen für Abschreibungen sanken im Berichtsjahr leicht um 1,2% auf 853,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis reduzierte sich von 318,2 Mio. EUR im Vorjahr auf negative 3,0 Mio. EUR.

Das Finanzergebnis der Telekom Austria Group belief sich im Berichtsjahr auf 181,1 Mio. EUR, was einem Rückgang von 6,1% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies war primär bedingt durch die Reduktion der Zinsaufwendungen um 11,8 Mio. EUR durch die Erfassung des Nettoverlustes im Zusammenhang mit den Forward-Starting-Interest-Rate-Swaps. Der Zinsertrag sank ebenfalls leicht auf rund 14,6 Mio. EUR. Die Wechselkursdifferenzen beliefen sich aufgrund von höheren Wechselkursgewinnen im Berichtsjahr auf negative 1,9 Mio. EUR nach negativen 4,3 Mio. EUR im Jahr 2013.

Im Berichtsjahr sank der Steueraufwand aufgrund der höheren aktivierten latenten Steuern auf 1,3 Mio. EUR im Vergleich zu 73,1 Mio. EUR im Jahr 2013.

In Summe weist die Telekom Austria Group für das Berichtsjahr 2014 ein negatives Jahresergebnis von 185,4 Mio. EUR im Vergleich zu positiven 52,1 Mio. EUR im Vorjahr aus.

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Unternehmenskennzahlen

 

2014

2013

Veränderung
in %

Vergleichsperiode 2013 wurde gem. IAS 8 angepasst (siehe Anhangangabe (1)).

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Vorschlag an die Hauptversammlung 2014, die am 27. Mai 2015 stattfinden wird.

Ergebnis je Aktie (in EUR)

−0,46

0,07

o.A.

Dividende je Aktie (in EUR)

0,05*

0,05

o.A.

Free Cashflow je Aktie (in EUR)

0,34

−1,62

o.A.

ROE

−10,1%

4,9%

ROIC

−0,1%

2,4%

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