Umsatz11)

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Finanzkennzahlen

in Mio. EUR

 

2014

2013

Veränderung
in %

Vergleichsperiode 2013 wurde gem. IAS 8 angepasst (siehe Anhangangabe (1)).

*

Exklusive der Zugänge für die Verpflichtung aus der Stilllegung von Vermögenswerten.

Umsatzerlöse

4.018,0

4.183,9

−4,0

EBITDA bereinigt

1.286,1

1.287,4

−0,1

EBITDA bereinigt – Marge

32,0%

30,8%

EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung

850,8

1.182,8

−28,1

Betriebsergebnis

−3,0

318,2

o.A.

Jahresergebnis

−185,4

52,1

o.A.

Ergebnis je Aktie (in EUR)

−0,46

0,07

o.A.

Free Cashflow je Aktie (in EUR)

0,34

−1,62

o.A.

Anlagenzugänge*

757,4

1.779,1

−57,4

Nettoverschuldung

2.693,3

3.758,7

−28,3

Im Geschäftsjahr 2014 fokussierte die Telekom Austria Group weiterhin darauf, Umsatzeinbußen infolge wettbewerbsbedingten Preisdrucks und regulatorischer Einschnitte durch klare Wertorientierung und striktes Kostenmanagement zu begegnen. In Österreich ließ das Management der im Vorjahr umgesetzten Neustrukturierung des mobilen Tarifportfolios Maßnahmen bei den Bestandskunden im Mobilfunk und Festnetz sowie signifikant reduzierte Stützungen von Endgeräten folgen und konnte damit die Rentabilität im Jahresvergleich deutlich verbessern. Bei ihren Marktaktivitäten fokussiert A1 Telekom Austria AG primär auf hochwertige, konvergente Angebote, das ertragsstarke Premium-Kundensegment sowie die Monetarisierung der steigenden Nachfrage nach Daten. In diesem Sinne plant das Management, rund 400,0 Mio. EUR aus der im November 2014 erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhung für den Glasfaserausbau in Österreich bis 2018 zu verwenden. Voraussetzungen für diesen Investitionsplan sind unter anderem die in Aussicht gestellten Förderungen durch den Bund sowie die jährliche Genehmigung der Investitionsbudgets durch den Aufsichtsrat.

Das Segment Bulgarien litt 2014 unter starkem makroökonomischem Druck und einer unsicheren politischen Situation, die das Konsumverhalten negativ beeinflussten. Die veränderten mittelfristigen makroökonomischen Erwartungen und die schwache operative Performance der Mobiltel im Jahr 2014 führten zu einer abweichenden Einschätzung der Entwicklung der bulgarischen Tochtergesellschaft Mobiltel. Die bisherige Erwartung des Managements, dass sich die Region mittelfristig erholen wird, ist somit nicht länger haltbar. Die Veränderung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, „WACC“) für das Segment Bulgarien und die veränderten Erwartungen der Entwicklung der bulgarischen Tochtergesellschaft Mobiltel erforderten im Juni 2014 die Durchführung einer Werthaltigkeitsprüfung. Das Ergebnis zeigte eine Reduktion des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Bulgarien und führte zu einer Wertminderung in Höhe von 400,0 Mio. EUR, von der 59,4 Mio. EUR im Jahr 2013 und 340,6 Mio. EUR im Jahr 2014 zu erfassen waren.12)

Umsatz und EBITDA bereinigt

in Mio. EUR
Umsatz und EBITDA bereinigt (Balkendiagramm)

Auch in Kroatien wirkten sich das schwierige wirtschaftliche Umfeld, der intensive Wettbewerb und regulatorische Einschnitte seit dem EU-Beitritt des Landes im Juli 2013 negativ auf den Geschäftsverlauf aus. Eine Erhöhung der Frequenznutzungsgebühren im Juli 2014 führte zu Tarifanpassungen bei allen Betreibern und verstärkter Abwanderung; positive Trends im Festnetzgeschäft konnten jedoch einen Teil der Rückgänge im Mobilfunkgeschäft ausgleichen. In Weißrussland zeigte velcom trotz der politischen Krise in der Ukraine starke operative Ergebnisse, die durch Preiserhöhungen im Verlauf des Jahres sowie die starke Nachfrage nach Smartphone-Tarifen und höherem Datenvolumen gestützt wurden. Das bestehende hohe Wechselkursrisiko zeigte sich wieder in Form einer Abwertung des weißrussischen Rubels im Jänner 2015, die jedoch keine Auswirkungen auf die Konsolidierung für 2014 hatte. Das Segment Weitere Märkte entwickelte sich weiter positiv, mit Ausnahme von Vip operator in der Republik Mazedonien, die unter starken Einschnitten bei den mobilen Terminierungsentgelten im November 2013 und September 2014 zu leiden hatte.

Darüber hinaus erfolgten im Segment Weitere Märkte einige strukturelle Veränderungen: Die Übernahme von blizoo Macedonia, die am 30. Juli 2014 abgeschlossen wurde, ermöglicht es der Telekom Austria Group, Festnetz- und Mobilfunkdienstleistungen im mazedonischen Markt nun auch gebündelt anzubieten. Weiters hat die Telekom Austria Group im Oktober 2014 mit der Telekom Slovenije Group den Zusammenschluss ihrer Tochtergesellschaften Vip operator und One in der Republik Mazedonien vereinbart. Die Transaktion ist von der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden abhängig, das Closing wird für das 1. Quartal 2015 erwartet. Außerdem fusionierte 2014 mobilkom liechtenstein mit Telecom Liechtenstein; die Transaktion wurde am 27. August 2014 abgeschlossen. Die Telekom Austria Group ist an dem fusionierten Unternehmen zu 24,9% beteiligt. In der Folge wird die Beteiligung seit dem 3. Quartal 2014 nach der Equity-Methode gezeigt, und mobilkom liechtenstein ist somit nicht mehr Teil des Segments Weitere Märkte.

In Summe verzeichnete die Telekom Austria Group im Berichtsjahr einen leichten Rückgang bei den Mobilfunkkunden von 0,5% auf rund 20,0 Millionen Kunden. Das stärkste Wachstum gelang in der Republik Serbien mit einem Plus von 141.800 Kunden. Auch in Bulgarien stieg die Mobilkundenbasis um 39.500 Kunden an. Im Gegensatz dazu verlor A1 Telekom Austria AG in Österreich trotz geringerer Abwanderung aufgrund der gesunkenen Kundenneuzugänge rund 290.500 Kunden. Auch Vipnet in Kroatien verlor 102.800 Mobilfunkkunden. Im Festnetzgeschäft wurden auf Gruppenebene rund 86.400 Anschlüsse dazugewonnen, was einem Zuwachs von 3,3% auf rund 2,7 Millionen Anschlüsse entspricht. Dieses Wachstum stammte primär aus der Akquisition von blizoo Macedonia; auch in Österreich und Kroatien ist die Zahl der Festnetzanschlüsse angestiegen.

Als Resultat der zuvor beschriebenen Entwicklungen verzeichnete die Telekom Austria Group 2014 einen Rückgang der Umsatzerlöse um 4,0% auf 4.018,0 Mio. EUR. Höheren Umsatzerlösen in den Segmenten Weißrussland und Weitere Märkte standen dabei Umsatzeinbußen in Österreich, Bulgarien und Kroatien gegenüber. Regulatorische Effekte wirkten sich mit 128,2 Mio. EUR negativ auf die Umsatzerlöse aus. In Österreich beinhalteten die Umsatzerlöse negative außerordentliche Nettoeffekte aus dem 2. Quartal in Höhe von 28,2 Mio. EUR, primär in Bezug auf Änderungen bei rechnungslegungsbezogenen Schätzungen der Umsatzerlöse in Verbindung mit der Einführung einer neuen Schnittstelle für ein Rechnungslegungssystem im Festnetzbereich. Ohne diese außerordentlichen Effekte und ohne negative Währungseffekte in Höhe von 46,0 Mio. EUR fielen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 2,2%. Die internationalen Segmente der Telekom Austria Group erzielten 2014 einen Anteil am Gesamtumsatz von 39,1% nach 37,2% im Vorjahr (gemessen an der Summe des konsolidierten Umsatzes der internationalen Segmente am Gesamtumsatz des Konzerns ohne Berücksichtigung von Holding & Sonstige sowie Eliminierungen).

11) Vergleichsperiode 2013 wurde gem. IAS 8 angepasst (siehe Anhangangabe (1)).
12) Die entsprechenden Positionen sind im Anhang unter Punkt (1) erläutert.

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