Konvergenz und marktinterne
Konsolidierung

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Durch den Fokus auf Konvergenz und marktinterne Konsolidierung nutzt die Telekom Austria Group auch weiterhin das Wertschöpfungspotenzial in ihrem Kerngeschäft. Der Umsatzmarktanteil und die Rentabilität stellen dabei die obersten Ziele dar, allerdings erfordert die Heterogenität der verschiedenen Märkte der Unternehmensgruppe einen für jedes Land individuellen strategischen Ansatz. In jedem Fall sind dabei die Marktreife, das makroökonomische und regulatorische Umfeld sowie die Wettbewerbsintensität des jeweiligen Marktes zu berücksichtigen.

In ihrem Heimatmarkt Österreich ist die Telekom Austria Group schon seit geraumer Zeit mit einem Preisverfall im Mobilfunkgeschäft konfrontiert, dem sie mit einem klaren Fokus auf das High-Value-Kundensegment und der gleichzeitigen Optimierung des No-Frills-Segments begegnet. Die strategische Ausrichtung auf Konvergenz hat sich dabei als entscheidender Faktor zur Stabilisierung des österreichischen Festnetzgeschäfts erwiesen, das von einer Substitution der Festnetztelefonie durch die Mobilkommunikation geprägt war. So ist der durchschnittliche Monatserlös bei Vertragskunden, die sowohl Festnetz- als auch Mobilfunkdienste nutzen, höher; zugleich ist die Abwanderungsquote (Churn) dieser Kunden weitaus geringer. Ebenso sorgt Konvergenz für mehr Kundenzufriedenheit, weil die Kunden Inhalte, Anwendungen und Services bequem geräte- und technologieübergreifend von einem einzigen Anbieter beziehen können. Angesichts weiterhin steigender Nachfrage nach hohen Bandbreiten plant die Telekom Austria Group für den Zeitraum 2015 bis 2018 zusätzliche Investitionen von rund 400 Mio. EUR in den Glasfaserausbau in Österreich und schafft damit zugleich die Möglichkeit, diese Nachfrage auch in Zukunft monetarisieren zu können.

Erstklassiges Kundenerlebnis durch Konvergenz

Erstklassiges Kundenerlebnis durch Konvergenz (Grafik )

Die Telekom Austria Group ist der Ansicht, dass Konvergenz über Österreich hinaus auch für ihre übrigen Märkte potenzielle Vorteile birgt. In ihren reifen Märkten Bulgarien und Kroatien bietet die Unternehmensgruppe deshalb seit 2011 konvergente Produkte an. In Bulgarien nutzt Mobiltel ihre Position als Marktführer im Mobilfunkgeschäft vor allem im Bereich mobiler Daten und plant zudem, ihr Festnetzgeschäft durch attraktive konvergente Produkte zu erweitern. In Kroatien wirkt das Wachstum im Festnetzgeschäft dem Wettbewerbsdruck im Mobilfunkgeschäft entgegen, dem Vipnet mit neuen Tarifen sowie einer strategischen Ausrichtung auf Up- und Cross-Selling begegnet.

In der Republik Mazedonien hat die Telekom Austria Group im Juni 2014 den Kabelanbieter blizoo Macedonia erworben und kann nun auch Festnetz-Sprachtelefonie sowie Breitband- und TV-Lösungen anbieten. Durch die beabsichtigte Fusion von Vip operator mit One, der Nummer drei auf dem mazedonischen Markt, erwartet das Unternehmen zudem, über eine marktinterne Konsolidierung Synergieeffekte erzielen zu können.

Die Fusion zwischen mobilkom liechtenstein und Telecom Liechtenstein, an der die Telekom Austria Group nun einen Anteil von 24,9% hält, hat ebenfalls einen Betreiber mit konvergentem Produktangebot geschaffen, das bislang sehr gut angenommen wurde.

Auf ihren reinen Mobilfunkmärkten fokussiert die Telekom Austria Group weiterhin auf organisches Wachstum. Darüber hinaus prüft sie laufend Möglichkeiten, ihre derzeit auf Mobilfunk konzentrierten Märkte für konvergente Produktangebote zu öffnen.

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