Umfeld und Marktkonsolidierung

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Herausforderndes Umfeld

Abgesehen vom intensiven Wettbewerb gehen in CEE die größten Herausforderungen von den makroökonomischen und regulatorischen Rahmenbedingungen aus. Neben der zumeist schwachen wirtschaftlichen Dynamik und einer im Vergleich zu Westeuropa deutlich geringeren Kaufkraft spielt vor allem die Angleichung der regulatorischen Rahmenbedingungen an EU-Standards eine wichtige Rolle. Während sich Konjunktur- und Regulierungseffekte zuletzt besonders in Bulgarien, Kroatien und der Republik Mazedonien negativ auf die Ergebnisse auswirkten, ist der weißrussische Markt nachhaltig von hoher Inflation und starken Wechselkursschwankungen geprägt. Ähnliches gilt für das Geschäft in der Republik Serbien, wenn auch in geringerem Ausmaß.

Kaufkraftvergleich Westeuropa / CEE

BIP 2013 pro Kopf nach Kaufkraftparitäten in USD1)
Kaufkraftvergleich Westeuropa / CEE (Balkendiagramm)

Marktkonsolidierung, Konvergenz und Wachstum

Vor dem Hintergrund dieser makroökonomischen und regulatorischen Herausforderungen stellt das Ausschöpfen von Wachstumschancen das wesentliche operative Ziel der Telekom Austria Group in der CEE-Region dar. In den reiferen Märkten Bulgarien und Kroatien setzt die Unternehmensgruppe darüber hinaus auf Konvergenz und gezieltes Up- und Cross-Selling. Nach dem Kauf des Kabelbetreibers blizoo Macedonia im Juni 2014 bietet die Telekom Austria Group mittlerweile in vier Märkten konvergente Produkte an. In den reinen Mobilfunkmärkten ist sie primär bestrebt, Wachstumsmöglichkeiten bestmöglich zu nutzen. In Märkten mit einem hohen Anteil an Prepaid-Kunden verfolgt die Telekom Austria Group etwa das Ziel, eine Migration dieser Kunden in den Vertragskundenbereich zu erreichen. Neben der Optimierung des Kerngeschäfts und Konvergenz setzt die Gruppe zudem auf striktes Kostenmanagement, um negative Einflussfaktoren auf die Ergebnisse der einzelnen Tochtergesellschaften abzuschwächen.

Auch in den mittel- und osteuropäischen Ländern investiert die Telekom Austria Group konsequent in die Verbesserung ihrer Infrastruktur. So wird beispielsweise der Ausbau von LTE-Netzen vorangetrieben, um den Kunden bestmögliche Netzqualität zu bieten. Neben Österreich kann die Gruppe dadurch nun auch schon in Kroatien, Slowenien und in der Republik Mazedonien LTE-Services anbieten und erreicht hier derzeit eine Abdeckung von über 27%, 75% und 42%. Damit ist die Telekom Austria Group gut aufgestellt, um das Wachstumspotenzial in der Region mittel- bis langfristig erschließen zu können. Mit der im November 2014 erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung in Höhe von rund 1 Mrd. EUR ist die Gruppe zudem auch finanziell für potenzielle weitere Akquisitionen im CEE-Raum gut gerüstet.

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